Spaziergang Wat Pho- Swing Bar

Dieser Spaziergang beginnt beim Wat-Pho-Tempel und führt Sie dann weiter über den Königspalast tief in die Altstadt von Bangkok hinein. Unterwegs können Sie großartiges Streetfood genießen, einen Tempel weitgehend ohne Touristen besuchen und eine sehr schöne und vor allem preiswerte Sky Bar erleben.


Dauer: Teil 1 [5:01] 

Dauer: Teil 1 [3:31] 

Stand: April 2026




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Audio-Transkript

Teil 1: A–C

Als ich Bangkok im Jahr 1993 erstmals besuchte, ging es noch sehr entspannt zu.

Pro Jahr kamen gerade einmal fünf Millionen Touristen nach Thailand.Im Tempel und im Palast gab es kein Gedränge.

Das ist heutzutage ganz anders.

Das bedeutet, Sie sollten Ihren Besuch so planen, dass er Ihnen noch Spaß macht.

Das Wichtigste vorab: Kommen Sie früh, wenn Sie noch einigermaßen entspannt über das Gelände gehen wollen.


Station A: Beginnen wir mit dem berühmten Wat Pho.

Ich empfehle Ihnen, vor dem Besuch die App „Inside Wat Pho“ herunterzuladen. Sie finden einen entsprechenden Hinweis im Buch-Index. Die App enthält einen Audio-Guide zu allen wichtigen Bereichen sowie ein Onlinespiel für Kinder und einen genauen Plan der Anlage.

Es gibt sie allerdings nur auf Englisch.

Alternativ können Sie auch eine Tour bei einer der bekannten Agenturen buchen.

Der liegende Buddha ist 46 Meter lang und komplett vergoldet. Besonders beeindruckend sind für mich die Fußsohlen, die mit Ornamenten aus Perlmutt verziert sind.

Selbst mit Kindern lohnt sich der Besuch. Sie können die 108 Schalen entlang des Buddha mit Münzen füllen, was ihnen meiner Beobachtung nach großen Spaß macht. Die Münzen können Sie vor Ort erstehen.

Für mich ist der Wat Pho vor allem ein Tempel der kleinen, unscheinbaren Nebenplätze.Sie sind hinter den großen Bauten verborgen und nur über schmale Wege begehbar. Schauen Sie sich um!

Sie sind wunderschön und eignen sich auch hervorragend als Fotomotiv.

Übrigens können Sie auf dem Tempelgelände auch eine Massage genießen. Wat Pho gilt als die Wiege der Thai-Massage und beherbergt die berühmteste Massageschule des Landes.

Wenn Sie am Ende dieses Tempelbesuchs einen Moment der Entspannung benötigen, finden Sie in der Nähe des Ausgangs beim liegenden Buddha das sehr schöne kleine Café Ha Tien. Näheres dazu finden Sie im Buch.

Ich habe auch einen Fotospot markiert, von dem aus Sie sehr gute Aufnahmen des wunderschönen Wat Arun machen können, der gegenüber liegt.

Ein Stück weiter gelangen Sie zu


Station B: dem Großen Königspalast.

In diesem Fall empfehle ich Ihnen wirklich eine geführte Tour, wie im Buch angegeben. Ansonsten verliert man sich auf diesem großen Gelände vor lauter eindrucksvollen Bildern.

Besonders Kinder sind von den großen, martialischen, mythischen Wächterfiguren begeistert.

Der Palast wurde bis 1946 von den Königen Thailands bewohnt. Seither leben sie in einem abgeschirmten Palast in der Nähe.

Nur ein kleiner Hinweis:

Auf dem Gelände befindet sich auch eine große Abbildung der berühmten kambodschanischen Tempelanlagen von Angkor Wat. Was diese Nachbildung hier zu suchen hat? Die Erklärung ist einfach.

Dieser Teil des Nachbarlandes zählte bis 1907 zum Herrschaftsgebiet des alten Siam, wie Thailand bis 1939 hieß.

Wenn Ihnen ein Besuch des weitläufigen Palasts zu anstrengend ist, besuchen Sie wenigstens kurz den berühmten Tempel „Wat Phra Kaeo“, die Heimat des wunderschönen Smaragd-Buddhas, des bedeutendsten Heiligtums des Landes.

Er wurde 1434 erstmals im nördlichen Chiang Rai entdeckt und hat seitdem eine bewegte Geschichte hinter sich.

Wenn Sie den Palast verlassen und in Richtung unserer nächsten Station weitergehen, kommen Sie durch die Altstadt. So sah es hier früher überall aus. Es gab dicht gebaute, einstöckige Häuser, in denen sich im Erdgeschoss Geschäfte und Lagerräume befanden und in denen die Familien im Obergeschoss lebten.

Was für ein Kontrast zum neuen Bangkok mit seiner Skyline aus Hochhäusern! Ich mag die Ruhe, die Sie hier in diesen kleinen Straßen finden.

Übrigens: Falls Sie sich in der Tageshitze nach einem Eis sehnen, Kurz vor der nächsten Station habe ich auf der Karte einen sehr guten Eissalon namens „Nataporn” eingezeichnet.

Es gibt sehr leckeres Kokosnuss- und grünes Matcha-Eis.

Nur ein paar Meter weiter kommen Sie zur



Station C: Dem Kor Panich.

Meiner Meinung nach gibt es hier den besten Mango-Sticky-Reis der Stadt. Genießen Sie diese goldgelben, saftigen Top-Früchte mit dem unvergleichlich cremigen Reis und der köstlichen, süßen Kokosnusscreme mit ihrer ganz leichten salzigen Note. Alles wird nach einem alten Familienrezept zubereitet.

Das Dessert ist hier etwas teurer, aber das ist es meiner Meinung nach auch wert. Es ist ein wunderbar genussvolles Ende des ersten Teils unseres Spaziergangs.

 

 

 

 

 

  


Teil 2: D – F

 Wenn Sie anschließend von Kor Panich aus weitergehen, gelangen Sie in einen Bereich der Altstadt, den ich besonders mag. Denn hier verdichtet sich vieles von dem, was Bangkok ausmacht.

Geschichte, Verkehr, Hitze, Tempel, offene Plätze und am Ende ein Blick von oben. Wenn Sie meiner Route folgen, können Sie sie schon aus der Ferne ausmachen.


Station D: Die Riesenschaukel

Wenn Sie den großen Platz erreichen, sehen Sie vor sich dieses seltsam anmutende, große, rote Gestell, das auf Thai „Chao Chingcha“ heißt.

Für mich gehört die Riesenschaukel zu den markantesten Wahrzeichen der Altstadt. Sie ist nicht nur ein gutes Fotomotiv. Sie trägt viel Geschichte in sich.

Früher war sie Teil eines religiösen Rituals.

Dabei schwangen sich jedes Jahr im Dezember vier junge Männer auf einem schmalen Brett 15 Meter hoch in die Luft, um einen Beutel mit Silbermünzen mit den Zähnen zu fangen. Einige bezahlten dieses verwegene Ritual mit dem Leben, weshalb es 1935 endgültig eingestellt wurde. Mehr zu diesen tollkühnen Aktionen erfahren Sie in Audiobeitrag 20 zur Riesenschaukel.Unmittelbar hinter dem Giant Swing sehen Sie


Station E: den Wat Suthat.

Wenn Ihnen die Aussicht auf das Gedränge im Wat Pho zu viel ist, dann besuchen Sie stattdessen diesen ungewöhnlich schönen Tempel. Er ist viel ursprünglicher und zeigt besser, wie das Leben der buddhistischen Mönche in einem Tempel heute noch abläuft. Ich habe den Wat Suthat erst spät auf einem Spaziergang zum Giant Swing entdeckt.

 

Seither ist er mein Lieblingsort, wenn ich inmitten des Trubels der Millionenstadt Momente der Ruhe benötige – ganz ohne die lärmende Kulisse von Touristenmassen.

Wenn ich die Mönche in den Kolonaden beim Studium ihrer buddhistischen Texte sitzen sehe, überträgt sich diese Ruhe auch auf mich.

Ich lasse mir auf dem Tempelgelände Zeit, setze mich hin, beobachte, entspanne und gehe dann in das eindrucksvolle Hauptgebäude, den sogenannten Ubosot.

Es ist ein mächtiger, hoher Raum, der in dunklen Farben ausgemalt ist. Zu sehen sind Bilder aus dem Leben des Buddha, mythologische Figuren und literarische Themen.Es gibt so viele verschiedene Darstellungen, dass ich mir jedes Mal in Ruhe eine andere Szene anschaue.

Dass diese Malereien, die zu den schönsten in Thailand zählen, so wunderbar leuchten, ist auch unserer Regierung zu verdanken, die die Renovierung unterstützt hat. Am Ende dieses Spaziergangs nehme ich Sie noch mit zu einem Ort, den auch ich oft als Abschluss eines Nachmittags in der Altstadt wähle.


Station F: die Swingbar.

Es ist eine Rooftop-Bar, in der Sie ohne Aufzug erst einmal eine schmale Treppe hinauf in den sechsten Stock gehen müssen.

Auf zwei übereinanderliegenden Ebenen öffnet sich dann der Blick auf den Platz mit der Riesenschaukel, den Wat Suthat und in der Ferne die großen Brücken über den Chao Phraya.

Hier den Sonnenuntergang am Ende eines ereignisreichen Tages mit einem kühlen Drink zu genießen, ist einfach nur perfekt.