Nachhaltig reisen


Wenn Ihnen "Nachhaltigkeit" zuhause wichtig ist wollen Sie vermutlich auch nicht im Urlaub darauf verzichten.

Das hat auch Thailands Tourismusindustrie mittlerweile verstanden. Von Hotels bis zu Restaurants. Was Sie erwarten können und womit Sie rechnen müssen.



Dauer: ca. [4:20] 

Stand: April 2026 









Audio-Transkript


Urlaub in Bangkok – aber nachhaltig

Wenn Ihnen Umweltschutz zuhause wichtig ist, sollten Sie ihn im Urlaub nicht einfach vergessen. Auch nicht in Bangkok.

Natürlich ist Thailand in vielen Dingen anders organisiert als Europa. Gerade beim Thema Müll merkt man das schnell. Plastik gehört leider noch immer zum Alltag. Auf Märkten, an Garküchen, in Cafés oder beim Essen zum Mitnehmen wird fast alles verpackt. Oft doppelt. Und meistens in Plastik.

Die Folgen sieht man täglich: in Kanälen, in Flüssen, an Stränden und irgendwann auch im Meer.

Aber ich möchte hier nicht nur kritisieren. Auch in Thailand wächst langsam das Bewusstsein für Umweltschutz. Und ehrlich gesagt: Auch bei uns hat das lange gedauert.

Ich sage es offen: Ich bin kein radikaler Öko-Missionar. Ich bin weder Veganer, noch vermeide ich grundsätzlich Autofahrten oder Flugreisen. Aber ich glaube fest daran: Auch kleine Veränderungen helfen. Zuhause und im Urlaub.

Wir sollten nicht daheim Müll trennen und dann in Bangkok so tun, als wäre Plastik plötzlich egal.

Deshalb habe ich bei meinen Hotelempfehlungen auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Dort, wo ich mehr darüber weiß, finden Sie eine kleine Öko-Info. Wenn bei einem Hotel nichts steht, heißt das nicht automatisch, dass es schlecht ist. Es heißt nur: Ich habe dazu keine gesicherten Informationen.

Auch bei Restaurants habe ich neu sortiert. Zum ersten Mal gibt es eine eigene Liste mit guten vegetarischen und veganen Restaurants. Nicht dogmatisch, aber bewusst.


Ein wichtiger Punkt ist die Fortbewegung. Ich bin ein großer Fan des öffentlichen Nahverkehrs in Bangkok. Skytrain, U-Bahn, Boote auf dem Chao Phraya und Busse sind oft schneller, als man denkt. Und sie ersparen Ihnen viel Stau.

Wenn Sie auf dem Chao Phraya unterwegs sind, gibt es inzwischen auch elektrische Tourboote, zum Beispiel die Thai Smile Boote.

Für geführte Touren empfehle ich lieber Fahrrad- oder E-Scooter-Touren von kleineren lokalen Anbietern. Große Plattformen sind bequem. Aber ich unterstütze persönlich lieber Anbieter vor Ort. Auch das ist Nachhaltigkeit. Nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.

Der Plastikflut in Bangkok können Sie kaum ganz entkommen. Aber Sie können sie deutlich reduzieren.

Nehmen Sie eine Trinkflasche mit, am besten eine, die Sie unterwegs nachfüllen können. Auch ein Thermobecher ist praktisch. Den können Sie an Kaffeeständen oder Garküchen einfach zum Auffüllen geben. Und in der Hitze halten solche Becher Getränke erstaunlich gut kühl.

Ein kleines Campingbesteck oder ein Göffel ist ebenfalls hilfreich. In Thailand isst man meistens mit Löffel und Gabel. Wenn Sie eigenes Besteck dabeihaben, brauchen Sie kein Einwegbesteck.

Auch Stoffbeutel sind sinnvoll, zum Beispiel auf Märkten. Und bei Strohhalmen können Sie Plastik leicht vermeiden. Ich persönlich kaufe mir gern vor Ort Bambus-Strohhalme.

Im Hotel können Sie ebenfalls auf Kleinigkeiten achten. Eigene Seife, Shampoo oder Duschgel, am besten nachfüllbar, vermeiden viele kleine Wegwerf-Fläschchen. Nachfüllstationen und nachhaltige Geschäfte gibt es inzwischen auch in Bangkok. Einige davon finden Sie in meiner Übersicht.

Und wenn Sie einmal das klassische Bangkok-Gefühl einer Tuk-Tuk-Fahrt erleben möchten: Auch das geht inzwischen sauberer. Es gibt E-Tuk-Tuks, die man per App buchen kann. Das ist angenehmer und erspart Ihnen den üblen Motorengeruch der alten Tuk-Tuks.

Nachhaltiger Urlaub in Bangkok bedeutet nicht, alles perfekt zu machen.

Es bedeutet, bewusster zu reisen: weniger Einwegplastik, mehr öffentlicher Nahverkehr, mehr lokale Anbieter und etwas mehr Aufmerksamkeit für die Folgen des eigenen Verhaltens.

Das ist kein Verzicht. Es ist eher eine Haltung.

Und wenn viele Reisende nur ein paar dieser kleinen Dinge umsetzen, verändert sich am Ende mehr, als man zuerst denkt.

 


Ein wichtiger Punkt ist die Fortbewegung. Ich bin ein großer Fan des öffentlichen Nahverkehrs in Bangkok. Skytrain, U-Bahn, Boote auf dem Chao Phraya und Busse sind oft schneller, als man denkt. Und sie ersparen Ihnen viel Stau.

Wenn Sie auf dem Chao Phraya unterwegs sind, gibt es inzwischen auch elektrische Tourboote, zum Beispiel die Thai Smile Boote.

Für geführte Touren empfehle ich lieber Fahrrad- oder E-Scooter-Touren von kleineren lokalen Anbietern. Große Plattformen sind bequem. Aber ich unterstütze persönlich lieber Anbieter vor Ort. Auch das ist Nachhaltigkeit. Nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich.

Der Plastikflut in Bangkok können Sie kaum ganz entkommen. Aber Sie können sie deutlich reduzieren.

Nehmen Sie eine Trinkflasche mit, am besten eine, die Sie unterwegs nachfüllen können. Auch ein Thermobecher ist praktisch. Den können Sie an Kaffeeständen oder Garküchen einfach zum Auffüllen geben. Und in der Hitze halten solche Becher Getränke erstaunlich gut kühl.

Ein kleines Campingbesteck oder ein Göffel ist ebenfalls hilfreich. In Thailand isst man meistens mit Löffel und Gabel. Wenn Sie eigenes Besteck dabeihaben, brauchen Sie kein Einwegbesteck.

Auch Stoffbeutel sind sinnvoll, zum Beispiel auf Märkten. Und bei Strohhalmen können Sie Plastik leicht vermeiden. Ich persönlich kaufe mir gern vor Ort Bambus-Strohhalme.

Im Hotel können Sie ebenfalls auf Kleinigkeiten achten. Eigene Seife, Shampoo oder Duschgel, am besten nachfüllbar, vermeiden viele kleine Wegwerf-Fläschchen. Nachfüllstationen und nachhaltige Geschäfte gibt es inzwischen auch in Bangkok. Einige davon finden Sie in meiner Übersicht.

Und wenn Sie einmal das klassische Bangkok-Gefühl einer Tuk-Tuk-Fahrt erleben möchten: Auch das geht inzwischen sauberer. Es gibt E-Tuk-Tuks, die man per App buchen kann. Das ist angenehmer und erspart Ihnen den üblen Motorengeruch der alten Tuk-Tuks.

Nachhaltiger Urlaub in Bangkok bedeutet nicht, alles perfekt zu machen.

Es bedeutet, bewusster zu reisen: weniger Einwegplastik, mehr öffentlicher Nahverkehr, mehr lokale Anbieter und etwas mehr Aufmerksamkeit für die Folgen des eigenen Verhaltens.

Das ist kein Verzicht. Es ist eher eine Haltung.

Und wenn viele Reisende nur ein paar dieser kleinen Dinge umsetzen, verändert sich am Ende mehr, als man zuerst denkt.