Massage - Welche hilft Ihnen?
Thai-Massagen sind legendär – und das zurecht. Sie basieren auf jahrhundertealten Techniken. In Bangkok gibt es unzählige Massagesalons, insbesondere in den zentralen Hotelzonen. Neben den klassischen Thai-Massagen werden auch entspannende Ölmassagen angeboten. Worauf sollten Sie bei Ihrer Wahl achten?
Dauer: ca. [3:47]
Stand: April 2026
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Die Thaimassage ist weit mehr als eine angenehme Entspannungstechnik.
Sie hat sich über Jahrhunderte entwickelt aus Elementen der indischen Ayurveda Medizin, aus Yogatechniken und aus regionalen thailändischen Traditionen.
Für viele Thailänderinnen und Thailänder ist sie bis heute ein wichtiger Teil ihrer kulturellen Identität. Schon König Rama I. ließ im Jahr 1788 überlieferte Massagetechniken im Wat Pho in Stein festhalten. Und genau dieser Tempel gilt bis heute als Zentrum der thailändischen Massagelehre.
Wenn Sie in einem Salon auf Masseurinnen und Masseure treffen, die nachweislich im Wo ausgebildet wurden, dann ist das meiste ein gutes Zeichen. Die klassische Thai-Massage besteht aus zwei Elementen, passiven Yoga-Dehnungen und Thai-Akupressur. Dabei werden zentrale Druckpunkte und Verhärtungen mit Daumen, Handflächen oder Ellenbogen bearbeitet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das kann schmerzhaft sein, manchmal sogar ziemlich.
Aber gerade bei akuten Verspannungen oder Rückenschmerzen kann es enorme Linderung bringen. Mein persönlicher Favoritensalons, in denen blinde Menschen arbeiten. Sie haben oft einen besonders sensiblen Tastsinn und spüren Verspannungen genauer als viele andere Aure.
Als ich 1993 zum ersten Mal in Bangkok war und wegen meiner Bandscheibenprobleme nach einer guten Massage fragte, wurde ich genau in einen solchen Salon geschickt. Schon nach einer Sitzung war das für mich eine Offenbarung.
Viele Touristen schrecken vor intensiven Akupressur Massagen zurück.
Das kann ich gut verstehen, denn diese Behandlungen können wirklich kräftig sein.
Viele wählen deshalb lieber eine Ölmassage. Für mich persönlich wirkt sie eher wie Streicheln. Sie macht mich schläfrig, aber sie löst meine Probleme nicht wirklich. Weil Touristen Ölmassagen bevorzugen, sind sie oft auch etwas teurer.
Bei der Thai Massage gibt es unterschiedliche Stilrichtungen.
Die Wat-Pho-Schule arbeitet eher fest, direkt und in schnellerem Rhythmus. Sie verfolgt vor allem einen therapeutischen Ansatz.
Der Chiang Mai-Stil aus dem Norden legt mehr Wert auf Dehnungen, Ruhe und Entspannung.
Beides kann sehr gut sein. Es hängt davon ab, was Sie brauchen.
Neben der Arbeit mit den Händen gibt es auch Massagen mit Kräuterstempeln. Diese werden erwärmt und dann mit tupfenden oder kreisenden Bewegungen auf verspannte Stellen gesetzt. Gerade die tief eindringende Wärme kann helfen, hartnäckige Verspannungen zu lösen.
Eine weitere Methode arbeitet mit abgerundeten Holzstöcken.
Damit lässt sich sehr tiefer Druck erzeugen. Erfahrene Masseure nutzen manchmal sogar Holzhammer und Holzmeißel, um über Vibration tiefer liegende Blockaden zu lösen. Das kann wirkungsvoll sein, aber es gehört wirklich in erfahrene Hände.
Auf Thaimassagen sollten Sie verzichten, wenn Sie Fieber, akute Entzündungen, frische Verletzungen oder offene Wunden haben.
In solchen Fällen ist eine Massage keine gute Idee.
Ich selbst suche meine Massageangebote in Bangkok immer sorgfältig aus und bislang wurde ich damit nie enttäuscht.
Mein Rat ist einfach, zahlen Sie lieber 100 Baht mehr für 1 Stunde Behandlung. Dafür sind Sie in guten Händen.
Und genau darum geht es am Ende. Nicht um die billigste Massage, sondern um echte Linderung.
