Chatuchak Markt - Besuchstipps
Der größte Wochenmarkt Asiens ist auf jeden Fall einen Besuch wert – trotz der Touristenmassen. Damit Ihr Aufenthalt zu einem schönen Erlebnis wird, sollten Sie jedoch ein paar Dinge berücksichtigen.
Dauer: ca. [4:53]
Stand: April 2026
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Der Chatuchak Wochenendmarkt ist einer der bekanntesten Märkte Bangkoks und ja, er ist ein Touristenmarkt, aber meiner Meinung nach vollkommen zu Recht.
Benannt ist er nach dem benachbarten großen Chatuchak-Park .
Ursprünglich war dieser Markt aber gar nicht für Urlauber gedacht.
Er richtete sich an ganz normale Thailänderinnen und Thailänder.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1948. Damals ordnete Premierminister Phibun an, dass jede Provinz regelmäßig einen großen Flohmarkt veranstalten sollte. So wollte man den lokalen Handel fördern.
In Bangkok lag dieser Markt zunächst am Sanam Luang, also direkt neben dem königlichen Palast. Ende der Achtziger Jahre wurde dieses Gelände aber stärker für nationale Zeremonien genutzt. Deshalb musste der Markt umziehen. Heute liegt er weiter nördlich neben dem Chatuchak Park.
Mit der wachsenden Zahl an Thailandurlaubern wuchs auch der Markt .
Heute gibt es hier rund 15.000 Stände und am Wochenende in der Hauptsaison kommen bis zu 300.000 Besucher. Das klingt faszinierend, ist es auch. Aber genau wegen dieser Größe sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit Sie den Besuch wirklich genießen können. Zuerst ein paar praktische Hinweise für Ihren Besuch.
Wie an allen großen touristischen Orten gilt, achten Sie auf Taschendiebe.
Tragen Sie Geld, Handy und wichtige Dinge nicht in der Gesäßtasche und auch nicht hinten im Daypack. Behalten Sie Ihre Wertsachen lieber nah am Körper.
Wichtig ist außerdem, nehmen Sie genügend Bargeld in Thai Baht mit.
Kartenzahlung ist auf dem Markt nicht überall möglich. Es gibt zwar Geldautomaten, aber dort bilden sich oft lange Schlangen. Noch ein ganz praktischer Tipp aus eigener Erfahrung. Nutzen Sie die Toilette am besten schon vor dem Marktbesuch. Toiletten gibt es zwar an den Eingängen und in vielen Sektionen. Meist kostet die Nutzung etwa 5 Baht.
Aber wenn Sie mitten im Markt wühl sind, ist die Suche danach nicht unbedingt angenehm.
Auch an der U-Bahn-Haltestelle am Beginn des Chatuchak gibt es eine saubere Toilette übrigens.
Kommen wir zur Orientierung, denn die ist auf dem Chatuchak wirklich wichtig. Besorgen Sie sich möglichst vorab einen Marktplan, den bekommen Sie zum Beispiel am Infostand.
Am Wochenende empfehle ich entweder frühmorgens ab etwa 9:00 Uhr oder später am Nachmittag. Dann vermeiden Sie die schlimmste Hitze und das dichteste Gedränge und manchmal machen Sie gerade dann die besten Schnäppchen. Und natürlich gehört zum Chatuak auch etwas zu essen.
Wenn ich über den Markt schlendere, verzichte ich meistens auf eine große Mahlzeit. Ich nehme lieber hier und da eine Kleinigkeit.
Sehr lecker ist zum Beispiel Kokosnusseis. Manchmal wird es sogar in einer halben Kokosnussschale serviert.
Für eine kleine Pause eignen sich auch Mango oder andere Frucht Smoothies. Oder kleine Schweinefleischspieße, die über Holzkohle gegrillt werden. Sie heißen „Moo Ping“. Der Duft allein führt einen oft schon dahin.
Einen Bereich des Marktes würde ich persönlich allerdings meiden. In der Nordwestecke des Marktes gibt es einen Bereich, in dem Tiere verkauft werden. Ich sage es ganz offen: von einem Besuch dieses Teils rate ich dringend ab. Ich finde ihn deprimierend.
Immer wieder werden dort Händler erwischt, die geschützte Tierarten verkaufen wollen, obwohl das verboten ist. Und die Tiere in engen Käfigen zu sehen, verdirbt mir persönlich den ganzen Marktbesuch.
Konzentrieren Sie sich lieber auf die schönen Seiten des Chatuchak, auf Handwerk, Kleidung, Pflanzen, Design, Essen und auf dieses unglaubliche Marktleben. Wenn Sie gut vorbereitet kommen, zur richtigen Zeit da sind und sich nicht stressen lassen, dann ist Chatuchak einer der spannendsten Märkte, die Sie in Bangkok erleben können.
In den überdachten Bereichen verliert man nämlich schnell die Orientierung. Die Gänge ähneln sich, die Stände wechseln und plötzlich weiß man nicht mehr, in welcher Sektion man eigentlich ist. Und wenn ich mich dort verlaufe, mache ich es ganz einfach. Ich suche einen Ausgang ins Freie, dann orientiere ich mich am Glockenturm im Norden des Marktes, von dort weiß ich wieder, wo ich ungefähr bin.
Mein Rat: versuchen Sie nicht, den ganzen Markt systematisch abzulaufen, das ist kaum möglich. Lassen Sie sich treiben, aber behalten Sie ein paar feste Orientierungspunkte im Kopf. Auch der richtige Zeitpunkt macht auf diesem Markt einen großen Unterschied. Der Markt ist bereits freitags abends zwischen 18 und 24 Uhr geöffnet. Meiner Erfahrung nach ist das die beste Zeit, um einigermaßen entspannt über den Markt zu laufen.
