Radtour auf Bang Krachao


Die Halbinsel im Chao Phraya gilt als "grüne Lunge" Bangkoks. Ideal für eine kleine Radtour, teilweise durch Mangroven Wald. Mit einer spannenden Tierwelt, vielen kleinen Cafés und Restaurants und einem lokalen Markt, der den Besuch lohnt.


Dauer: ca. [5:47] 

Stand: April 2026 


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Ob Sie nun von Norden oder Osten nach Bang Krachao übersetzen: An den Fähranlegern finden Sie Fahrradverleihstationen. Die Ausleihe kostet etwa 3 Euro pro Tag.

Aber Vorsicht: Testen Sie vor Tourbeginn unbedingt bei einer kleinen Proberunde die Bremsen, das Reifenprofil und auch, wie sich das Rad lenken lässt. Sonst fühlen Sie sich später auf den oft schmalen Stegen durch den Mangrovenwald schnell unsicher.


Die Route, die ich Ihnen auf der Karte eingezeichnet habe, ist ein Vorschlag. Wenn Sie davon abweichen, orientieren Sie sich bitte immer mithilfe der Navigation auf Ihrem Handy. In den Mangroven ist die Orientierung sonst schwierig.

Für jede Tour empfehle ich Ihnen, als Schlusspunkt ein schönes Restaurant am Ufer zu wählen. Dann können Sie noch einmal bei einem erfrischenden Drink und leckeren Thai-Gerichten den herrlichen Blick auf die Kulisse der Hauptstadt genießen. Im Osten bietet sich das „Hiddenwoods“ an, im Norden das „Uncle Ooh“. Ich selbst finde abends, zum Sonnenuntergang, die Aussicht vom Uncle Ooh besonders eindrucksvoll.


Aber nun zu Ihrer Radtour. Sie fahren zum Teil auf hohen Stegen durch den sumpfigen Mangrovenwald. Sie gelangen aber auch auf offene Flächen mit Gärten und Feldern. Gerade dort ist es wichtig, eine Kopfbedeckung zu tragen und Sonnenschutz mitzunehmen. Und nicht vergessen: Nehmen Sie immer eine Flasche Wasser mit. Bitte aber kein Einwegplastik, das mittlerweile Flüsse und Kanäle füllt. Für wiederbefüllbare Flaschen gibt es inzwischen im ganzen Stadtgebiet sogenannte „Refill-Stationen“, an denen Sie für ein paar Cent einwandfreies Trinkwasser auffüllen können. Näheres dazu finden Sie in meinem Buch auf Seite 15.


Starten wir am Ostufer, am Wat Bang Nam. Wählen Sie den schmalen Radweg links. Wenn Sie der Route folgen, kommen Sie nach etwa 500 Metern zum „Bangkok Tree House“, Thailands bekanntem Öko-Resort mit einer schönen Terrasse am Fluss. Gut für einen kleinen Zwischenstopp. Mehr über das Bangkok Tree House finden Sie in meinem Buch.


Von dort aus geht es weiter am Fluss entlang bis zu einem Kanal. Dahinter finden Sie das von mir erwähnte Hiddenwoods, das zeitweise auch E-Scooter verleiht. Falls Sie das interessiert: Rufen Sie vorher kurz an. Vielleicht ist das für Sie eine Alternative zur mühsameren Radtour.


Wenn Sie dann landeinwärts dem Kanal folgen, kommen Sie zum Bang Nam Phueng Floating Market, der jeweils am Wochenende abgehalten wird und einen Besuch lohnt. Er ist kein touristischer Showmarkt, sondern richtet sich vor allem an die einheimische Bevölkerung. Sie können in kleinen Restaurants am Kanalufer sitzen oder sich an den zahlreichen Essensständen etwas kaufen. Ich empfehle besonders die vielen kleinen bunten Desserts, die zumeist nach Rezepten der Mon, einer kleinen Volksgruppe auf der Halbinsel, zubereitet werden. Echte Köstlichkeiten.

Es ist auch ein nachhaltiger Markt, weil er stark auf sogenannten „Community-Produkten“ beruht: etwa auf getrockneten Blüten für den wunderbaren lila Butterfly Pea Tea, herrlich duftenden Naturseifen und Körperölen oder einfachen, bunten Stofftaschen.

 


Es ist auch ein nachhaltiger Markt, weil er stark auf sogenannten „Community-Produkten“ beruht: etwa auf getrockneten Blüten für den wunderbaren lila Butterfly Pea Tea, herrlich duftenden Naturseifen und Körperölen oder einfachen, bunten Stofftaschen.

 Vom Markt aus geht es dann weiter durch offene Felder, zum Teil über Straßen, zu einem meiner absoluten Lieblingsspots: dem Ozone Café. Es liegt etwas abseits und zieht deshalb kaum Touristen an. Dabei ist es eine herrliche grüne Oase, liebevoll gestaltet, teilweise mit offenen Wasserflächen und kleinen Sitzinseln, von denen aus Sie auch das Treiben der zahlreichen Tiere beobachten können, die hier gehalten werden.

Das Ozone Café ist ein grünes Garten-Café mit Enten, Gänsen und Pfauen. Halb Streichelzoo, halb Chill-Spot. Ideal, wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, die an den Tieren ihren Spaß haben werden.


Nach einer entspannenden Stärkung können Sie sich von hier aus auf den Weg durch den Mangrovenwald machen. Es ist ein ganz eigenes Erlebnis, wenn Sie auf zum Teil bis zu 1,5 Meter hohen, schmalen Stegen durch diesen besonderen Naturraum radeln. Machen Sie unterwegs an einer Weggabelung ruhig einmal halt und suchen Sie die sumpfige Fläche nach Tieren ab. Ich habe dort schon öfter wunderschöne Binden Warane im Wasser entdeckt.


Nach einiger Zeit gelangen Sie zum Sri Nakhon Khuean Khan Park. Dort gibt es kleine Lauben, Bänke rund um den See und Liegewiesen. Wenn Sie sich zuvor auf dem Markt etwas zu essen gekauft haben, ist hier der ideale Platz für ein Picknick.


Der Besuch des Vogelturms, den ich auf der Route eingezeichnet habe, lohnt sich vor allem früh morgens, wenn die Vogelwelt erwacht und über den Baumwipfeln auf Jagd geht.


Nach dem Park geht es weiter durch einen weitläufigen Mangrovenwald. Immer wieder öffnet sich eine kleine Lichtung mit einem Haus und ein paar Gemüsefeldern am Wegesrand. Die Menschen, die hier leben, gehören oft zur Volksgruppe der Mon. Ihre Familien haben sich vor rund 200 Jahren in diesem sumpfigen und schwer zugänglichen Gelände angesiedelt, um sich hier eine neue Heimat aufzubauen.


Am Ende dieses Weges gelangen Sie wieder zum Chao Phraya und zu einer Fährstelle. Nehmen Sie sich vorher aber ruhig noch etwas Zeit und biegen Sie links ab. Nach wenigen Metern erreichen Sie das Uncle Ooh. Wenn es bereits später Nachmittag ist, genießen Sie auf der Terrasse den Sonnenuntergang, bevor Sie mit der Fähre zurück ins quirlige Bangkok übersetzen.