Siam Paragon Food Court
Wenn Sie Streetfood mögen, bei Hitze oder Regen aber nicht durch Bangkoks Straßenschluchten laufen möchten, sind Food Courts eine gute Alternative. Alles an einem Ort, voll klimatisiert. Der beste ist meiner Meinung nach im Siam Paragon Einkaufszentrum.
Dauer: ca. [4:17]
Stand: April 2026
Audio-Transkript
Ich liebe thailändisches Streetfood, das haben Sie sicher schon gemerkt.
Und ich habe auch meine festen Anbieter, zu denen ich immer wieder gern gehe. Dort direkt vor Ort zu essen, ist für mich das Schönste. Schon allein wegen der Atmosphäre weit über die leckeren Gerichte hinaus.
Aber auch ich habe Tage, an denen es mir einfach zu heiß ist oder zu stark regnet oder ich keine Lust habe, quer durch die Stadt zu einem ganz bestimmten Straßenstand zu fahren. Das sind die Tage, an denen ich einen vollklimatisierten, klinisch sauberen Food Court bevorzuge.
Vorab, die meisten bieten gute Qualität, aber auch hier gibt es Ausnahmen.
Für mich ist der Food Court im Untergeschoss des Einkaufstempels Siam Paragon die beste Adresse. Für mich ist er das E-Tüpfelchen unter Bangkoks Food Courts. Ein großer Vorteil ist die zentrale Lage. Genau an der Kreuzung der beiden wichtigen Skytrain-Linien Sukhumvit und Silom direkt am Siam-Platz.
Gerade bei Regen finde ich es besonders praktisch, dass Sie trockenen Fußes von der Skytrain-Station ins Siam Paragon gelangen.
Und plötzlich stehen sie im anderen Bangkok, in der Stadt der Luxusmarken, Marmorböden und Designerläden. Aber genau hier im Untergeschoss, auf der G-Ebene, beginnt einer der spannendsten kulinarischen Widersprüche der Stadt.
Sie stehen vor dem „Gourmet Eats Paragon“, dem Food Court dieses Luxuskaufhauses. In dem weitläufigen offenen Areal dominieren einfache Tische und Stühle. Ringsum an der Außenseite liegen die zahlreichen Streetfood-Stände. Sie lösen sich eine Prepaid-Karte, zum Beispiel für 100 oder 200 Baht und schon kann es losgehen. Damit komme ich zum zweiten Punkt, warum ich diesen Food Court so bevorzuge. Er ist im Grunde eine komprimierte Version von Bangkoks Streetfood-Szene.
Nur eben ohne billige Plastikstühle, ohne Hitze, ohne hupende Tuk Tuks, dafür mit perfekter Klimaanlage und erstaunlich guten Michelin-Adressen.
Genau dieser Kontrast macht den Ort für mich zum Erleben.
Draußen kämpfen Garküchen oft um jeden Quadratmeter Asphalt.
Hier bekommen dieselben Gerichte, Designerbeleuchtung und direkt daneben eine Rolltreppe.
Viele der bekanntesten Streetfood-Legenden Bangkoks haben inzwischen kleine Ableger im Siam Paragon eröffnet.
Direkt im Gourmet finden sie zum Beispiel Thipsamai. Für mich sind das noch immer die besten Pad Thai der Stadt. Eine Besprechung finden Sie in diesem Reiseführer.
Das Original unweit des Democracy Monument wird seit Jahren im „Guide Michelin“ gelobt und ist oft komplett überlaufen. Hier bekommen sie die gleiche Qualität, entspannt und vollklimatisiert.
Ein paar Schritte weiter wartet Go Ang Pratunam mit dem berühmten Hainan Chicken. In Thailand als Khao Man Gai bekannt. Eigentlich ein simples Gericht: poschiertes Huhn, aromatischer Reis, Brühe und Chili-Ingwer-Soße.
Und schließlich ist hier auch Ong Tong Khao Soi vertreten, mit einer meiner absoluten Lieblingssuppen aus dem Norden des Landes. Cremige Currybrühe, weiche Eiernudeln, knusprige Nudeln, Limette, eingelegtes Gemüse und obenauf ein Hähnchenschenkel. Genau so mag ich das.
Das Originale Ong Tong Khao Soi finden Sie weiter im Norden, nahe der Sky Station Ari.
Manchmal ist mir das einfach zu weit. Und hier im Siam Paragon habe ich eine großartige Auswahl an einem einzigen Ort. Und genau deshalb funktioniert es so gut. Sie können hier innerhalb von 20 Minuten drei oder vier ikonische Gerichte probieren, die normalerweise über die ganze Stadt verteilt wären.
Trotzdem sollten Sie eines nicht vergessen. Das hier ist die polierte Version der Stadt. Die echte Seele von Bangkoks Streetfood finden Sie draußen. Auf Märkten, an Garküchen und in den kleinen Seitenstraßen.
Diesen Plätzen bleibe ich treu.
Das ist mein Bangkok.
