Shrimps in Thailand
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Shrimps in Thailand
Ich liebe frische Garnelen! Ob nun die kleinen gekochten in Salaten und Suppen. Oder die größeren Black Tiger. Oder gar Flussgarnelen vom Grill. Sie schmecken einfach köstlich. Wenn sie frisch sind. Und von guter Qualität.
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gehe ich seit vielen Jahren zu T&K Seafood in der Yaowarat Road. Dort habe ich gelernt, was Qualität eigentlich bedeutet.
Wie Sie das erkennen können? Man sieht es. Man schmeckt es. Man riecht es. In der Regel am besten, wenn die Garnelen noch nicht gekocht sind. Also zum Beispiel auf Eis in der Auslage eines Restaurants liegen.
Zuerst vielleicht ein paar Anmerkungen zur Herkunft dieser vielen Garnelen, die in Bangkok angeboten werden.
In Thailand begegnen Ihnen vor allem einige typische Arten.
Da sind zum Beispiel die eher gewöhnlichen Weißfußgarnelen, die man in vielen Suppen, Wokgerichten oder auch im Pad Thai findet. Roh sehen sie weiß-gräulich aus und haben einen etwas süßeren Geschmack.
Manches stammt aus Wildfang. Vieles aber auch aus Zuchtteichen oder großen Zuchtfarmen an den Küsten.
Dann gibt es die sehr beliebten, etwas größeren sogenannten Black Tiger Garnelen. Mit ihren schwarzen Querstreifen. Sie stammen hauptsächlich aus Aquakulturen in Südthailand und zeichnen sich durch einen besonders leckeren, süß-fleischigen Geschmack aus.
Die besten und größten schließlich sind die Flussgarnelen. Meist mit leicht bläulichen Scheren. Diese „River Prawns“ werden in Flüssen, Teichen und Kanälen gezüchtet beziehungsweise auch wild gefangen. Die besten kommen meiner Ansicht nach aus dem Chao Phraya und seinen Seitenkanälen rund um die alte Hauptstadt Ayutthaya nördlich von Bangkok.
Und ich finde übrigens, dass T&K Seafood die besten daraus macht.
Wie soll man in diesem großen Angebot gut von schlecht unterscheiden? Am leichtesten natürlich, wenn die Tiere noch nicht gekocht sind. Ich habe das in der Kochschule des „Blue Elephant“ bei gemeinsamen Marktbesuchen gelernt.
Frische Garnelen haben pralle, klare Augen. Feste Schalen. Und klare, saubere Farben. Wenn sie dagegen wabbelig in der Auslage liegen oder Farbflecken auf der Schale haben: lieber Finger weg.
Bei Salzwassergarnelen gilt außerdem: Sie sollten nach Meer riechen. Nicht nach Fisch. Und sie sollten sich beim Kochen schön zusammenrollen.
Gute Garnelen haben festes, elastisches Fleisch. Nach dem Garen ist ihre Konsistenz knackig und fest.
Aber bei all diesen guten Ratschlägen gilt am Ende natürlich trotzdem: Sie müssen einfach probieren.
Noch ein Tipp: Die großen Flussgarnelen sind für mich so etwas wie der „Hummer des kleinen Mannes“. Sie schmecken einfach köstlich, sind groß, fleischig und wunderbar aromatisch.
Wenn sie halbiert und gegrillt vor Ihnen auf dem Teller liegen, dann probieren Sie unbedingt auch das gelb-orange Fett im Kopf. Ich habe mich jahrelang nicht daran herangetraut, weil ich nicht wusste, was das eigentlich ist. Dabei schmeckt es wunderbar cremig, leicht süßlich und ein wenig nussig.
Eine echte Delikatesse.
